Open Lab: Next stop the moon, 25. September 2015

Ich habe Todesangst vorm Fliegen! Obwohl kometenhafte Flüge selbstverständlich sind und die Menschheit bald zum Mond abhebt. Von der Schwerkraft erlöst sollen wir also im Weltall schweben! Bleibt die Frage, ob solche Utopien dem Körper gerecht werden. Letztlich steuert Angst die Gratwanderungen zwischen Bindung und Lösung. Hier liegt der Ausgangspunkt einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung. Zum Auftakt meiner geplanten Recherche möchte ich Euch zum OPEN LAB einladen. Ein workshopähnliches Format, in dem ich Fragen aufwerfe und Ansätze zur Umsetzung gemeinsam mit Euch entwickeln möchte. Als Tänzerin reizen mich Bewegungsformen, die mit Gefahrensituationen spielen. Im Momentum von Sprung, Flug und Fall zählen schnelle, instinktive Entscheidungen. Ich möchte das Spektrum zwischen Höhenflug und Fallhöhe gemeinsam mit Euch ausloten. An zwei intensiven Arbeitstagen werden wir unseren Körper auf seine physikalischen Grenzen untersuchen und uns respektvoll an die Überwindung dieser Grenzen wagen. Ich möchte Euch so die Möglichkeit geben spielerisch und humorvoll in das Thema einzutauchen. Die Teilnahme an diesem Wochenendblock soll einen ersten Einblick in die geplante Recherche geben. So könnt ihr herausfinden, ob Ihr Interesse an einer kontinuierlichen Fortsetzung der Forschung mit mir habt.

Aufbau und Rechercheblöcke OPEN LAB:

Warm-up:

Rezeption und Wahrnehmung: wie wirkt Schwerkraft in der Natur? Aufnehmen, Nachempfinden und Verinnerlichen von Impulsen und Bewegtheit (Flug, Fall, Sprung, Levitation von Tieren / Gewächsen)

Einführung in grundlegende Prinzipien für die Recherche:

Antizipation, Kinästhetische Empathie, Lösungsprinzip, Vertrauen
Neugier und Spielfreude; Angst als Motor oder Hemmungs- und Warnfaktor

Entwicklung von wiederholbaren Bewegungssequenzen:

– Auf- und Abstieg z.B. Klettern an Bäumen / Architekturen / mit Hilfe von Seilen
– Flugmoment z.B. Schaukeln und abspringen / fallenlassen / hochwerfen
– Sprung und Suspenion z.B. auf Trampolin / von Architektur / Bäumen
– Herausforderungen suchen und Hindernisse überwinden z.B. beim Durchqueren von Landschaften – Levitation z.B. schweben mit Hilfe der Gruppe / Tüchern / Seilen

– Schwerelosigkeit und Leichtigkeit im Körper durch somatisches Training, Training von Bewegungssequenzen, Unterstützung durch Partner, Beobachtung von Antrieb durch Angst und Neugier Gruppenimprovisation entlang eines festgelegten Parcours mit mehreren Stationen

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Anna Weissenfels

 

2018-01-21T08:54:06+00:00

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